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Besuch im Eulen-Café „Lucky Owl“ in Osaka

Besuch im Eulen-Café „Lucky Owl“ in Osaka

3 Kommentare

Ich mag Eulen. Ich find sie, egal in welcher Ausführung, super niedlich. Da lag es also nicht so fern, dass wir bei unserem letzten Besuch in Osaka auch in einem Eulen-Café vorbeischauten. Wir besuchten auch schon ein Katzen-Café, wo die Katzen die Könige waren – da wollte ich dann auch mal eins mit Eulen sehen!

Das Cafè heißt „Lucky Owl“ und befindet sich mitten in Osaka. Weil es so leicht zu erreichen ist, ist es auch bei ausländischen Touristen sehr beliebt. Einlass ist immer zur volle Stunde und man zahlt 1.500 Yen (ca. 12 Euro) für eine Stunde bei den Eulen, ein Getränk ist inklusive.

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Das Eulen-Café „Lucky Owl“ in Osaka.

Auch wenn das „Lucky Owl“ ein bisschen in einer Seitenstraße versteckt ist, wenn man erst einmal davor steht, ist es dann doch sehr offensichtlich.

Lucky Owl Cafe
中央区道頓堀1-3-12 松村ビル2F
(1-3-12 Matsumura Bld 2F, Dotonbori, Chuoku, Osaka), Osaka-shi, Osaka, Japan

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Im Café nimmt man als Erstes die zugewiesenen Plätze ein, wählt ein Getränk und lauscht den Erklärungen der Bedienung – auch im Eulen-Café gibt es Regeln. Diese dienen vorrangig dem Schutz der Besucher. Einige Eulen dürfen nicht angefasst werden, andere darf man mit dem Rücken des Fingers am Schnabel streicheln.

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Sobald alle Gäste ihre Getränke hatten, hielt es aber niemanden mehr auf seinem Platz: Alle stürmten zur nächsten Eule. Neben uns waren nur Japaner im Café und alle zückten ihre Smartphones und Kameras und quietschen, wie süß die Eulen sind.

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Und wie süß die Eulen waren! Es waren sehr viele verschiedene Arten zu sehen und auch kleine flauschige Fast-Baby-Eulen. Guckt euch die großen dunklen Augen an!

Weil das Café immer nur eine gewisse Personenzahl einlässt, ist es auch nicht überfüllt und jeder hat genug „Personal Time“ mit den Eulen. Normalerweise kann man sich wohl auch Eulen auf die Schulter setzen lassen – bei uns war dies aber nicht möglich, weil eine Lieferung neuer Eulen gekommen ist.

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Aus verschiedenen Pappkartons wurden neue Eulen gezogen und auf die nächste Stange gesetzt. Die Neuankömmlige führten bei den Eulen ein bisschen zur Unruhe und alle plusterten ihr Gefieder auf und guckten böse in die Richtung der neuen Nachbarn.

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Ich bin ehrlich: Ich bin einer Eule noch nie vorher so nah gekommen. Und ich werde wohl auch nie wieder so nah an eine herankommen. Denn mein erster Besuch in einem Eulen-Café war auch der Letzte. So cool es auch war, so taten mir die Tiere unglaublich leid.

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In dem kleinen Café lebten zum Zeitpunkt unseres Besuch an die 20 Eulen. Jede Eule hatte ihren festen Sitzplatz und die Beine waren so zusammengebunden, dass die Eulen sich nicht einmal mehr kratzen konnten. Natürlich gilt dies vor allem dem Schutz der Besucher, denn die Krallen der Eulen sind nicht ungefährlich.

Fliegen ist für diese Eulen unmöglich. Rutscht mal eine Eule von der Stange, braucht sie Hilfe vom Menschen – sie kann sich nicht alleine wieder aufrichten. Auch die dazugesetzte Nachbar-Eule muss man akzeptieren.

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Ich habe gedacht, dass die Eulen nachts vielleicht in eine Voliere auf dem Dach kommen und dort ein bisschen mehr „echtes“ Eulen-Leben haben, aber auf Nachfrage haben wir erfahren, dass alle Eulen immer im Café gehalten werden. Außerdem kann man die Eulen im Café kaufen – scheinbar ist es in Japan möglich, dass man Eulen als Haustiere halten kann. (Und bei den japanischen Wohnungen bezweifle ich, dass es den Tieren dort wirklich besser geht) Und irgendwie…hat mich das alles unzufrieden gemacht. Ich hatte Mitleid mit den Tieren. Deswegen werde ich in Japan kein Eulen-Café mehr besuchen.

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Laura 28. Januar 2016 - 8:15

Immer wenn ich ein Video über solche Eulen-Cafés gesehen hab, hat es mich super gestört, dass sie so eng angebunden waren 🙁 Von daher bin ich froh nach deinem Bericht, dass wir damals in Asakusa nicht rein sind. Katzen-, Hunde- und Hasen-Cafés sind da ja wenigstens ein bisschen freier (auch wenn ich da mit den Käfigen auch nicht grad happy bin). Am besten gefallen mir immer noch die Cafés, wo es keine Rassentiere sind, sondern Tierheim- oder Straßentiere, die man dann adoptieren kann 🙂

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kunecoco 30. Januar 2016 - 9:43

So süß die Eulen auch sind: ich versteh dich da voll und ganz. Mir tun die armen Kerlchen auch Leid, wie sie da so angebunden sitzen müssen. 🙁

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Ludwig Zillermann 20. Februar 2016 - 16:22

Mein Besuch war anscheinend nach eurem, da wurde grad die Schneeeule verpackt und verkauft. Die Angestellten waren furchtbar traurig darüber und haben sogar geweint, ich musste eher heulen als ich die Zustände im Cafe gesehen habe. Bin da ganz bei euch, ein Besuch ist nicht zu empfehlen 🙁

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