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Urban Gardening München: Wir haben einen Krautgarten!

Urban Gardening München: Wir haben einen Krautgarten!

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Wir bauen jetzt unser eigenes Gemüse mitten in München an, dank dem kommunalen Krautgarten-Projekt der Stadtgüter München und dem Gut Riem.

Bei den Münchener Krautgärten handelt es sich um eine Gemeinschaftsaktion zwischen den Grüngürtel-Bauern, dem Kommunalreferat und dem Referat für Stadtplanung und Bauordnung.

Krautgarten Pinterest

Es werden Felder in der Stadt, immer nah an Wohnsiedlungen gelegen, gepachtet und  von ca. März/April bis Oktober an Privatpersonen übergeben: Das Ackerland wird in Parzellen zwischen 20 bis 60qm aufgeteilt und dient der Selbstversorgung von ökologisch angebautem Gemüse. Da die Parzellen nur für eine Saison vergeben werden, sind keine Gartenlauben oder andere feste Bauten erlaubt.

sdr

Ein Blick über den Krautgarten-Acker in Ramersdorf Ende April. Die meisten Parzellen sind bereits umgegraben und die ersten Pflanzen angepflanzt.

Mittlerweile gibt es 24 Krautgärten in München (Stand: Januar 2018) und im letzten Jahr entstand auch einer in unserer Nachbarschaft. Hier haben wir uns im Oktober 2017 an den Ansprechpartner gewendet und sind für 2018 Mitglied im Verein „Krautgarten Ramersdorf“ geworden. 🌱

Für 60 Euro Jahresbeitrag haben wir eine 30qm Parzelle auf dem Feld bekommen, die wir ab sofort bewirtschaften können. Am Feld gibt es Gartenwerkzeug und Gießkannen, die jedes Mitglied verwenden kann und der Verein organisiert ein Samenpaket für alle, sowie einen Jungpflanzenverkauf. Laut dem Flyer der Krautgärten sollen wohl 90% der Parzelle bereits bepflanzt übergeben werden, aber bei uns in Ramersdorf ist dies uns selbst überlassen.

Krautgarten München: der Anfang

Nun ist ja so, dass weder Micha noch ich wirklich Ahnung von Pflanzen und Gärtnern haben. Der grüne Daumen ist bei Zimmerpflanzen auch nicht sonderlich ausgeprägt. Hab ich schon erwähnt, dass ich auf dem Bauernhof groß geworden bin? Naja. Wenn bei uns daheim die Arbeit im Garten oder auf dem Feld anstand, hab ich mich immer schön aus dem Staub gemacht, bis es ums Essen ging.

Ich habe also ziemlich viel in Garten Blogs und dem (doch etwas verwaisten?) Krautgarten-Forum gelesen und mittlerweile haben wir immerhin ein umgegrabenes Feld, haben Beete angelegt und die erste Saat ist im Boden.

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Mitte April: Wir graben unsere 30qm-Parzelle um, entfernen „Konkurrenzpflanzen“ (wow, Löwenzahn-Wurzeln sind Monster!) und sammeln fette Steine aus der Erde.

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Jedes Vereinsmitglied erhält eine Samenpaket: Darin enthalten waren u.a. Saatgut für Erbsen, Möhren, Mangold, Spinat, Mais, Bohnen und noch viel mehr. Scheinbar behindern sich manche Pflanzen in direkter Nachbarschaft beim Wachstum, deswegen sollte man darauf achten, dass man sie nicht zusammenpflanzt. Deswegen habe ich mir einen kurzen Spickzettel geschrieben.

Wir werden sehen, wie erfolgreich wir weiterhin sind – aber erst einmal muss ich die nächsten 3 Monate das Feld alleine pflegen, weil Micha in Tokyo ist. Pünktlich zum Start der Erntesaison ist er dann wieder da.

edf

Ende April: Wir haben die ersten Beete angelegt und auch den ersten Teil unseres Saatgutes aufs Feld gebracht.  Die eine Seite ist damit bereits belegt. Die andere Seite wird Anfang Mai mit den Jungpflanzen aufgefüllt, die wir ebenfalls Ende April über den Verein bestellen konnten.

cof

Leider gibt es an unserem Krautgarten keinen Brunnen: Deshalb müssen wir zum Gießen immer mit einem Bollerwagen und Gießkannen etwa fünf Minuten zum nächsten Bach laufen …

cof

… und die Gießkannen auffüllen. Aktuell ist es sehr warm, weshalb man öfter vorbeischauen sollte. Wahrscheinlich werde ich diese Woche ein paar Mal nach der Arbeit vorbeischauen müssen.

Und das ist der aktuelle Stand von unserem Krautgarten. Umgegraben, Beete angelegt und die ersten Sachen ausgesät. Am 5. Mai kommen die Jungpflanzen und bis dahin heißt es „nur“ erstmal regelmäßig gießen. Ich bin gespannt, wann die ersten Pflänzchen aus der Erde kommen? Wie schnell geht das? Ich habe keine Ahnung und werde mich überraschen lassen.

Eigentlich hatte ich nicht vor, über unsere Krautgärtner-Erfahrung zu bloggen. Aber leider findet man im Netz, neben den offiziellen Informationen, recht wenig über aktive Krautgärtner. Kaum jemand nutzt auf Instagram den Hashtag #Krautgarten, auf Twitter fast nichts, keine Facebook-Gruppe, wo sich Leute austauschen. Ich bin darüber irritiert: Sind wir wirklich in eine Aktion gerutscht, die online gar nicht stattfindet? Daher der Entschluss ab sofort über unsere Erfahrung als Krautgärtner zu bloggen. Vielleicht kommt noch die ein oder andere japanische Saat auf’s Feld. 🌻

 

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kunterbunt79 23. April 2018 - 14:23

coole Sache

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