Challenge: Einmal durch alle 47 Präfekturen Japans

Japan ist ein großes und diverses Land. Diese einfache Tatsache muss immer mal wieder erwähnt werden, denn die meisten Touristen kommen über die “goldene Route” zwischen Tōkyō und Hiroshima über Kyōto nicht hinaus. Der Tourismusverband in Japan bemüht sich weiterhin, die Leute auch in andere Gebiete zu locken und mit Hokkaidō und Hokuriku-Shinkansen wird das mit Railpass auch immer attraktiver. Trotzdem: Japan ist groß, es gibt viel zu sehen. Von den Tropeninseln im Süden bis zu den borealen Nadelwaldzonen Hokkaidōs. Und wir wollen natürlich viel sehen. Bedingt durch mein Studium in Kyōto habe ich vor allem in und um Kansai die meiste Zeit verbracht, aber wir versuchen bei jeder Japanreise mindestens ein Gebiet mitzunehmen, das wir bisher noch nicht ausgiebig besucht haben.

28 von 47: Noch Luft nach Oben

Zeit für einen Zwischenstand! Die folgende Karte zeigt, welche Präfekturen Japans ich schon mindestens für einen Tagesausflug besucht habe (grün), durch welche ich gerade einmal durchgefahren bin (gelb) und solche, die ich noch kein einziges Mal betreten habe (rot). Mit 28 von 47 Präfekturen stehe ich ganz gut da, aber es ist natürlich noch Luft nach Oben.  In Zukunft werden wir uns erst einmal auf die roten und gelben Bereiche konzentrieren, vor allem Nordjapan ist aus verschiedenen Gründen derzeit leider noch unterrepräsentiert.

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Ein Zwischenfazit: Was hat mich begeistert?

Zwischenstand heißt aber auch, Revue passieren zu lassen. Deswegen poste ich zu jeder Präfektur die ich besucht habe ein Foto des Ortes, der mich dort bisher am meisten beeindruckt hat. Ich fange dabei im Süden an und arbeite mich nach Norden durch. Unnötig zu erwähnen, dass die Größe der japanischen Präfekturen extrem schwankt und jede einzelne mehr als einen Ort hat, der erwähnenswert wäre. Aber irgendwo muss man anfangen.

  1. Okinawa

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Iriomote-jima: Eine Kayak-Fahrt durch Mangrovenwälder und Dschungelfeeling, weiße Sandstrände und Korallenriffe zum schnorcheln. Okinawa hat viele Paradiese, Iriomote ist eines der lohnenswertesten mit dem letzten unberührten subtropischen Regenwald Japans.

  1. Kagoshima

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Sakura-jima: Einmal einen Vulkan ausbrechen sehen und über die Naturgewalten staunen? In Kagoshima Alltag, für uns der Wahnsinn. Wenn ich die Bilder anschaue, spüre ich noch immer die Asche auf der Haut.

    1. Miyazaki

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Takachiho: Ganz tief in Japans Mythologie verwoben ist Takachiho. Dort gibt es nicht nur eine fantastische Schlucht in der man rudern kann und faszinierende Tänze an nächtlichen Schreinen, sondern auch die Höhle in der sich kein geringerer als die Göttin Amaterasu Ōmikami eingesperrt hat, nachdem sie keine Lust mehr auf dumme Spielchen hatte.

  1. Nagasaki

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Nagasaki: Die Stadt gehört zu den schönsten Großstädten Japans und hat einige Attraktionen zu bieten. Umgeben von Bergen, direkt am Meer und mit einigen sehenswerten Orten überraschte uns Nagasaki. Wir kommen auf jeden Fall wieder.

    1. Saga

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Karatsu: Ein rekonstruiertes Schloss, ein toller Kiefernstrand und ganz allgemein eine nette Atmosphäre zeichnen die Heimatstadt der Karatsu-Keramik aus. Außerdem gab es umsonst Räder zu leihen – immer ein Plus!

  1. Fukuoka

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Shikanoshima: Mit dem Rad eine Runde um Shikanoshima radeln. Dort den Schrein besichtigen, in denen unzählige Rehgeweihe gesammelt werden. Wer heraus will aus dem Trouble der ebenfalls tollen Großstadt Fukuoka, muss hier nicht weit weg.

  1. Ehime

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Imabari: Endpunkt des Shimanami-kaidō Fahrradweges und Heimatstadt von Barii-san. Außerdem ein sehenswertes Schloss mit einem der wenigen Salzwassergräben Japans. Inklusive Kugelfische. Auch das Handtuchmuseum ist überraschend sehenswert.

    1. Kagawa

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Kotohira: Aufstieg zum Schrein und dann selber Udon herstellen? In Kotohira kann man beides verbinden. Der Ausblick von oben ist zudem nicht übel.

  1. Hiroshima

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Friedensmuseum, Hiroshima: Hiroshima hat überraschend viele sehenswerte Orte und so war die Wahl nicht leicht. Aber das Atombombenmuseum und Hiroshima selber hatten den größten Eindruck auf mich. Meiner Meinung nach ein Pflichtbesuch für jeden Reisenden. Miyajima kommt nur einen Hauch danach, aber den bleibenden Eindruck des Museums konnte die Insel mit dem großen roten Torii nicht hinterlassen.

    1. Okyama

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Kurashiki: Auch hier war die Wahl nicht einfach, der Kōraku-en in Okayama ist ein toller Garten und radeln in der Kibi-Ebene war ein tolles Erlebnis. Aber Kurashiki hat mich im Nachhinein am meisten beeindruckt, denn wir sind dort mehr oder minder zufällig auf dem Rückweg nach Okayama gelandet und waren dann sehr froh, ausgestiegen zu sein. Ein historischer Stadtkern, westliche Backsteinarchitektur und eine angenehme Atmosphäre machen Kurashiki zum Top-Ziel in Okayama.

  1. Hyōgo

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Kobe: Kobe ist eine Stadt mit vielen Gesichtern. Besonders lohnenswert sind die nördlichen Bereiche, an und in den Rokkō-Bergen. Der Nunobiki-Wasserfall und kleine Wege laden zum Wandern ein.

    1. Wakayama

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Kōya-san: Die Tempel in den Bergen waren überraschend touristisch. Kōya-san gewinnt trotzdem, weil er so ziemlich das einzige Ziel ist, dass wir in Wakayama bisher angesteuert haben. Es ist zu erwarten, dass vor allem die Pilgerwege drumherum deutlich interessanter sind als die Tempelstadt selber.

  1. Kyōto

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Yamashina: Uff. 1 Jahr in Kyōto und 3 Besuche danach lassen eine Antwort eigentlich nicht zu. Der Ort, der mich in Kyōto am meisten beeindruckt hat, ist Yamashina. Hier habe ich gewohnt und die Chance gehabt, Japan kennenzulernen. Von hier aus bin ich mit dem Rad bis zu 200km in alle Richtungen gefahren und hier nahm meine Zuneigung zu Japan ihren Anfang.

    1. Nara

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Nara: Rehe. Tempel. Nara ist immer wieder ein Highlight jeder Kansai-Reise und auch wenn es zum Beispiel noch Asuka im Süden gibt so kann ich nicht vergessen, wie ich mich das erste Mal gefühlt habe, als mir ein Reh an der Fußgängerampel gegenüberstand.

  1. Shiga

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Biwa-See: Shiga besteht zu einem Großteil aus dem Biwa-See und er ist auch die größte Attraktion der Präfektur. Meine Umrundung mit dem Rad werde ich nie vergessen, ein tolles Erlebnis. Mit Hikone, Nagahama und Ōtsu liegen einige Städte auf dem Weg, die einen Besuch lohnen.

    1. Mie

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Ise-Jingū, Ise: Der wichtigste Schrein Japans und tolle Natur machen Ise zum beliebten Reiseziel.

  1. Aichi

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Nagoya: Nur zwei Mal war ich in Aichi, beide Male in Nagoya. Zum ersten Mal ein paar Tage zum World Cosplay Summit als helfende Hand des deutschen Teams. Viele gute Erinnerungen hängen daran, weshalb Nagoya hier gewinnt.

  1. Toyama

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Ai no Kura: Gifu ist ein Schatz in Zentraljapan und Ai no Kura gehört mit seinen Farmhäusern nicht umsonst zum Weltkulturerbe. Es ist der kleine, ruhige, authentischere Bruder von Shirakawa-Go.Eine Übernachtung in einem der traditionellen Gasshō-Zukuri-Häusern ist Pflicht!

    1. Ishikawa

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Kanazawa: Das Kyōto auf der anderen Seite Japans. Kanazawa war sofortige Liebe, nur wenige Städte haben mich gleich so begeistert. Wir haben traditionelle Süßigkeiten hergestellt, ein Fußbad-Café besucht, den alten Stadtkern und den Fischmarkt gesehen und sind per Machinori durch die Stadt geradelt.

  1. Shizuoka

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Shimoda: Bekannt durch Commodore Matthew C. Perry und seine schwarzen Schiffe ist Shimoda vor allem auch eines: eine wunderschöne kleine und ruhige Hafenstadt mit hübschem Stadtkern. Allerlei historische Monumente und Museen bedienen die Neugier und die romantische Perry-Road lädt zum flanieren ein.

    1. Nagano

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Jigokudani: Die Affen in den heißen Quellen sind ein Touristenmagnet und werden bei mir stets mit Nagano verbunden bleiben. Vor allem im Schnee unvergesslich.

  1. Kanagawa

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Enoshima: Meer, Inseln, Tempel, Blick auf den Fuji und ein fantastisches Lightup im Winter. Enoshima hat unsere Erwartungen sofort übertroffen.

    1. Tōkyō

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Asakusa: Wer unser Blog verfolgt weiß, dass wir zwar sehr interessiert an Tōkyō sind, uns aber sehr schwer tun es wirklich zu mögen. Es gibt mittlerweile viele Orte die wir doch ins Herz geschlossen haben, aber Asakusa sticht heraus. Hier gibt es Tempelanlagen, unser Lieblingsrestaurant und die Möglichkeit ein Rad für wenig Geld zu leihen.

  1. Saitama

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Chichibu: Der Schauplatz der Animes “Ano Hana” und „Kokosake“ bietet nicht nur für Anime-Fans allerlei Sehenswertes. Es ist auch eine perfekte Gegend zum wandern im Grünen, keine zwei Stunden von Tōkyō entfernt.

    1. Gunma

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Shima-Onsen: Hier haben wir im Kashiwaya-Ryokan den Himmel auf Erden erlebt und ich würde keine Sekunde zögern, wieder nach Shima-Onsen zu fahren.

  1. Tochigi

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Kanmangafuchi, Nikkō: Berühmt für den Tōshō-gū blieb mir Nikkō vor allem wegen dieser tollen kleinen Schlucht  und ihrem strahlend türkisen Wasser im Gedächtnis.

    1. Fukushima

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Aizu-Wakamatsu: Ein tolles Schloss, die traditionellen Akabeko und sehr aufgeschlossene und freundliche Menschen machen Aizu in Fukushima eine Reise wert.

  1. Miyagi

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Ishinomaki: Fast wäre es Sendai geworden. Aber nur fast. Schon zwei mal war ich im vom Tsunami 2011 schwer getroffenen Ishinomaki. Jedes mal wird es besser. Ishinomaki lebt und ist mit seinem Ishinomori-Museum nicht nur für Fans von Cyborg 009 einen Besuch wert. Vor allem der temporäre (?) Ort Hashidōri Commons mit seinen Food-Truck-artigen Ständen hat uns mit lecker Essen und netten Leuten begeistert.

Damit beenden wir vorerst die Liste unserer Highlights aller besuchten Präfekturen. 28 aus 47 heißt, dass noch immer 19 Präfekturen daruf warten von uns besucht zu werden. Und auch die bereits besuchten Orte bieten noch schier unendliche Möglichkeiten. Ich bin mir sicher, dass sich überall, in jeder einzelnen Präfektur, noch wunderbare Orte verstecken.

Der Artikel ist jedenfalls noch nicht komplett und wird von uns nach jeder Reise wieder aktualisiert werden. Los geht’s, Japan! Überrasche uns!

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