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Japan-Jahr München 2019: Papierinstallationen im Museum Fünf Kontinente

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(Werbung/ Einladung zur Ausstellungseröffnung durch das Museum Fünf Kontinente)
Das Japan Jahr in München geht in die nächste Runde: Seht noch bis Ende September 2019 die eindrucksvollen Papierinstallationen von Koji Shibazaki im Museum Fünf Kontinente.

Anfang April erhielten wir die Möglichkeit bei der Eröffnung der Ausstellung „Schatten. Licht. Struktur“ von Koji Shibazaki im Museum Fünf Kontinente teilnehmen zu können. Weil wir die Ausstellung sehr beeindruckend fanden, möchten wir euch hier einen kleinen Einblick geben, was euch in der Ausstellung erwartet.

Wer ist Koji Shibazaki und warum kennt er sich so gut mit japanischen Papier aus?

Koji Shibazaki lehrt als Professor an der Universität der Schönen Künste in Nagakute (Aichi) in Japan und sein Schwerpunkt-Thema ist japanisches Papier. Mit seinen Studierenden schöpft er hier Papier und in seiner Rede zur Ausstellungseröffnung wurde schnell klar: Hier spricht jemand, der den Werkstoff Papier über alles liebt und sich deswegen in allen Facetten mit der Herstellung und den Möglichkeiten in Theorie und Praxis beschäftigt.

Was ist an japanischem Papier, welches auch Washi-Papier genannt wird, aber nun eigentlich so besonders, dass man dies sogar an einer Universität lehren müsste? Erfunden haben die Japaner das Papier schöpfen jedenfalls nicht – das waren übrigens die Chinesen – aber sie haben das gemacht, was sie gerne mit Einflüssen aus dem Ausland machen: Wissen aufsaugen und solange weiter experimentieren, bis etwas Neues und Eigenes entstanden ist, dass die japanischen Bedürfnisse erfüllt.

Denn die Bedürfnisse sind sehr umfangreich: Man denke an die japanischen Papiertüren („Shōji“), die in der japanischen Innenarchitektur verwendet werden – reißfest, aber dennoch lichtdurchlässig. Oder auch die japanische Tusch-Kalligrafie, die auf Washi-Papier geschrieben wird. Dazu kommen traditionelle Papiermasken und auch die Papiere, die für Rituale in Schreinen und Tempeln verwendet werden. Und für jedes dieser unterschiedlichen Zwecke gibt es das ideale Papier. Kein Wunder, dass Herr Shibazaki so begeistert von diesem Werkstoff ist.

Durch geschickte Beleuchtung wirken die rechteckigen Papierlaternen dreidimensional: Die Effekte wurden durch das übereinander kleben von mehreren Papierschichten erreicht.

„Licht. Schatten. Struktur“ im Museum Fünf Kontinente in München anschauen:

In der Ausstellung „Licht. Schatten. Struktur“ werden Exponate von Koji Shibazaki und seiner Schülerin Suzuki Mikako vorgestellt. Im Museum Fünf Kontinente wurde einer der größten zur Verfügung stehenden Räume vollständig abgedunkelt und die per Hand hergestellten Werkstücke nach den Vorstellungen des Künstlers ins rechte Licht gerückt. Wir selbst waren teilweise sprachlos, was für tolle Effekte mit Papier und Licht erreicht wurden. Auch war es sehr beeindruckend zu sehen, wie unterschiedlich Papier sein kann – von ganz glatt und mit Goldfäden durchzogen oder rau und jede Faser sichtbar.

Darf auf keinen Fall fehlen, wenn es um Japan und Papier geht: Origami. Meine Favoriten waren die Krabbe und der Tintenfisch.

Ich finde, die Fotos können dies gar nicht so wiedergeben. Wenn euch die Fotos schon neugierig machen, dann solltet ihr euch die Ausstellung nicht entgehen lassen – ihr habt für einen Besuch noch bis Ende September Zeit.

Schatten. Licht. Struktur: Papierinstallationen von Koji Shibazaki
Sonderausstellung im Musem Fünf Kontinente

Noch bis 22. September 2019
Adresse: Maximilianstraße 42, 80538 München
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag zwischen 9.30 Uhr bis 17.30 Uhr
Eintrittspreis: 6 Euro; ermäßigt 5 Euro (zzgl. dem regulären Eintritt für die Dauerausstellung)
Weitere Informationen auf www.museum-fuenf-kontinente.de

Das Museum Fünf Kontinente in München
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