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Burgen in Japan: Die 12 Originale

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Sie gehören zu den imposantesten Werken japanischer Baukunst: die Burgen der Edo-Zeit. Viele ausländische Besucher haben zunächst die imposanten Anlagen von Osaka und Himeji im Kopf. Sie stehen aber zu Dutzenden im ganzen Land herum, mal groß, mal klein, auf Bergen oder am Meer. Was viele nicht wissen: nur noch 12 der großen Burgtürme (天守閣 tenshukaku) im ganzen Land gehören zu den Burgen in Japan, die vor der Meiji-Zeit (1868 – 1912) entstanden sind. Viele Türme wie die Burgen von Osaka, Nagoya, Karatsu, Odawara oder Aizu-Wakamatsu sind Nachbauten aus Stahlbeton. Sie sind manchmal Heimatmuseum, manchmal Vergnügungspark und manchmal auch nur ein verfallendes Echo aus der Vergangenheit.

Nach ihrer wechselhaften Geschichte als Symbol eines untergehenden Feudalsystemes, dessen Ende auch das Schicksal der meisten Burgen in Japan besiegelte, erlebten sie nach dem 2. Weltkrieg eine Renaissance. Heute gelten sie als Anker von Heimatgefühl und Identität und es gibt kaum eine Region im Land, die nicht eine Burg in der einen oder anderen Form rekonstruiert hat.

Wir haben uns in Japan auf die Suche nach den zwölf original erhaltenen Burgen gemacht und unsere Impressionen festgehalten. Auf Grund ihres Alters sind die Burgtürme im Allgemeinen nicht barrierefrei zugänglich. Man muss mitunter sehr steile Treppen mit großem Sprossenabstand hinaufklettern wenn man bis ins oberste Stockwerk möchte. Die umliegenden Parks sind hingegen oft mit Rampen versehen, aber auch hier kann der Aufstieg beschwerlich werden.

Übrigens: trotz sorgfältiger Prüfung sind die historischen Jahreszahlen zum Baujahr der heutigen Burgstrukturen je nach Quellenlage nicht immer eindeutig zu bestimmen. Derzeit beanspruchen gleich mehrere Burgen für sich, die älteste Japans zu sein, aber ein wenig Widerspruch muss man bei mehr als 400 Jahre alten Bauwerken einfach aushalten.

Karte zum Anklicken

Liste der 12 Burgen

1. Himeji

  • Ort: Stadt Himeji, Präfektur Hyōgo
  • Erstbebauung: 1300
  • Baujahr des jetzigen Turms: 1608
  • Status: Nationalschatz & UNESCO Weltkulturerbe
  • Eintrittspreis: 1000 Yen (Erwachsene)
  • Anfahrt: fußläufig vom Bahnhof Himeji (Sanyō-Shinkansen, San’yō-Hauptlinie)
  • Website: https://www.city.himeji.lg.jp/castle/index.html

Die Burg Himeji gehört mit 1,59 Millionen Besuchern (2018) zu den populärsten Burganlagen Japans und ist die größte ihrer Art. Sie ist besonders bei ausländischen Touristen sehr beliebt, die 24,3% aller Besucher ausmachen. Die Burg ist vom Shinkansen-Bahnhof Himeji fußläufig zu erreichen und kann z.B. aus Osaka in einer halben Stunde erreicht werden.

Wir haben die Burg im Herbst 2011 zum ersten Mal besucht und konnten uns einen Eindruck von den umfangreichen Restaurationsarbeiten machen, bei denen der Burgturm in einem großen Kasten steckte. Seit 2015 ist die Burg Himeji für Besucher wieder geöffnet und erstrahlt in altem Glanz.

Die Burg Himeji wird auf Grund ihrer weißen Mauern auch Shirasagijō (Weißer-Reiher-Burg) genannt. Mehrere Nebengebäude und Korridore sind begehbar und kleine Ausstellungen geben einen Einblick in die Geschichte und die Verteidigungsanlagen der Burg, die niemals eingenommen. Allerdings wurde sie auch niemals angegriffen.

Himeji gehört zu den Burgen, die so gut zu erreichen sind, das man sie auf einer Japanreise auf jeden Fall mitnehmen sollte. Sie ist ein wunderbares Beispiel für verschiedene Aspekte der japanischen Baukunst und gilt nicht zu Unrecht als wunderschönes UNESCO Kulturerbe.

2. Inuyama

  • Ort: Stadt Inuyama, Präfektur Aichi
  • Erstbebauung: 1469
  • Baujahr des jetzigen Turms: 1620
  • Status: Nationalschatz
  • Eintrittspreis: 550 Yen (Erwachsene)
  • Anfahrt: fußläufig vom Bahnhof Inuyama (Meitetsu-Inuyama-Line von Nagoya)
  • Website: https://inuyama-castle.jp/

Inuyama gehört zu den kleinsten Burganlagen die noch erhalten sind, bekommt von uns dennoch eine Empfehlung. Die Gegend in dem etwa nördlich von Nagoya gelegenen Inuyama ist landschaftlich sehr reizvoll. Die Burg Inuyama liegt auf einem Berg am Kiso-Fluss und der begehbare Turm bietet eine 360°-Panorama-Sicht auf Fluss, Berge und die Stadt.

Schon der Weg zur Burg gestaltet sich malerisch. In der Jōkamachi – der Stadt am Fuße der Burg – gibt es einige Straßen und Gässchen die mit Holzgebäuden und diversen Händlern und Speisen ein Stück Edo-Zeit aufleben lassen.

Im inneren der Burg gibt es nicht so viel zu sehen. Sie lebt vor allem durch ihre Präsenz und die tolle Aussicht. Auch der Kiso-Fluss bietet sich für einen Spaziergang an und der Haritsuna-Schrein am Fuße der Burg hat uns ebenfalls zum Verweilen eingeladen. Inuyama bietet sich perfekt für einen Tagesausflug von Nagoya aus an und ist perfekt, wenn man die Großstadt für eine Weile hinter sich lassen möchte. Wer ein wenig mehr Zeit mitbringt kann mit dem Bus ins nahegelegene Meiji-Mura fahren: ein Freiluftmuseum in denen teilweise original historische Gebäude ausgestellt sind.

beenhere

Stephanies Gütesiegel

Inuyama ist meine Lieblingsburg und bekommt deshalb eine klare Empfehlung!

3. Hikone

  • Ort: Stadt Hikone, Präfektur Shiga
  • Erstbebauung: 1604
  • Baujahr des jetzigen Turms: 1606
  • Status: Nationalschatz
  • Eintrittspreis: 800 Yen (Erwachsene)
  • Anfahrt: fußläufig vom Bahnhof Hikone (Tōkaidō-Sanyō-Line von Kyōto)
  • Website: https://visit.hikoneshi.com/en/castle/the_castle/

Hikone gilt für viele als eine der schönsten japanischen Burgen. Die malerische Lage am Ufer von Japans größtem See, dem Biwa-See, hat daran sicher ihren Anteil. Der imposante Turm erhebt sich hinter den Wassergräben auf kunstvoll geschichteten Steinwällen hoch über die Stadt und schindet mit seinen goldenen Verzierungen mächtig Eindruck. Der Biwa-See ist auch so schon eine Reise wert, aber Hikone rundet das Bild perfekt ab.

Wer das Glück hat im Frühling in der Gegend zu sein kann sich am Fuße der Burg den großen Pflaumengarten anschauen. Dieser hat keine historischen Ursprünge sondern wurde erst 1950 angelegt. Damals feierte man die Aufnahme Hikones in die Liste von Japans 100 besten Sehenswürdigkeiten. Auch nach über 70 Jahren haben die Bäume nicht an Strahlkraft verloren.

Auf dem Burggelände gibt es für historisch interessierte das Burgmuseum (externer Link) zu sehen. Bei unserem letzten Besuch war es leider wegen der um sich greifenden Sars-Cov-2-Pandemie geschlossen, weshalb wir keine persönlichen Eindrücke schildern können. Was sich auf jeden Fall lohnt, ist der benachbarte Genkyūen (externer Link), ein japanischer Garten mit Blick auf die Burg.

4. Matsumoto

  • Ort: Stadt Matsumoto, Präfektur Nagano
  • Erstbebauung: 1504
  • Baujahr des jetzigen Turms: 1615
  • Status: Nationalschatz
  • Eintrittspreis: 700 Yen (Erwachsene)
  • Anfahrt: fußläufig vom Bahnhof Matsumoto (JR-Shinonoi-Line von Nagano)
  • Website: https://www.matsumoto-castle.jp/lang/

Die Burg Matsumoto ist etwas ganz Besonderes. Auf Grund ihrer schwarzen Wände hat sie eine ganz eigene Atmosphäre und wird auch Karasu-jō – die Krähenburg – genannt. Sie ist zudem eine der wenigen Burgen die nicht auf einem Hügel liegen sondern im flachen Land gebaut wurden und ihren Schutz ausschließlich durch Wassergräben und Steinwälle erhält. Die Anlage ist relativ groß, auch wenn außer dem Turm kaum Bauwerke erhalten sind und nur einige Torhäuser rekonstruiert wurden.

Im Inneren finden sich einige Ausstellungsstücke wie Rüstungen, Schwerter und Schusswaffen, aber wie bei vielen Originalburgen geht es vor allem darum, die Konstruktion der Burg selbst und die Engen Treppen zu erfahren. Die Aussicht über Matsumoto hingegen lohnt sich.

Auch die Stadt Matsumoto bietet viele Möglichkeiten für Touristen sich zu beschäftigen. Kleine Bäche und neu gestaltete Fußgängerzonen laden zum Verweilen ein und bleiben im Gedächtnis. Empfehlenswert ist Matsumoto als Tagestrip von Nagano aus. Aus Tokyo ist die Anfahrt mit etwa 3 Stunden zwar auch möglich, wird dann aber doch langsam beschwerlich.

beenhere

Michas Gütesiegel

Schwarze Wände, tolles Ambiente? Matsumoto ist meine Lieblingsburg!

5. Matsue

  • Ort: Stadt Matsue, Präfektur Shimane
  • Erstbebauung: 1607
  • Baujahr des jetzigen Turms: 1607
  • Status: Nationalschatz
  • Eintrittspreis: 680 Yen (Erwachsene) / 470 (Ausländer)
  • Anfahrt: fußläufig vom Bahnhof Matsue (Yakumo-Express von Okayama)
  • Website: https://www.kankou-shimane.com/en/?p=649

Die Regenpfeifer-Burg (Chidorijō) Matsue haben wir bisher noch nicht besuchen können, weshalb wir keine Bilder oder Erfahrungen anbieten möchten. Das holen wir aber nach! Die Anfahrt ist nicht ganz einfach, selbst der Yakumo-Express aus Okayama braucht noch einmal drei Stunden, aber die Gegend am Japanischen Meer hat noch viele Sehenswürdigkeiten mehr! Schaut in der Zwischenzeit einfach bei der oben verlinkten, englischsprachigen Website der Tourismusvereinigung Shimane vorbei. Dort gibt es alles was ihr braucht!

6. Maruoka

Und noch eine Burg die noch auf unserer To-Do-Liste steht. Seid gespannt auf unser Update! Die Burg Maruoka verschließt sich Besuchern ein wenig, die englische Website ist nahezu nutzlos und veraltet und die Anfahrt ist mit über 2 Stunden aus Kyoto auch nicht ganz einfach. Das ist aber nur ein Grund mehr für uns, so bald wie möglich vorbei zu schauen! Der Spitzname Nebelburg (Kasumigajō) macht uns jedenfalls Lust darauf.

7. Kōchi

  • Ort: Stadt Kōchi, Präfektur Kōchi
  • Erstbebauung: 1603
  • Baujahr des jetzigen Turms: 1747
  • Status: Wichtiges Kulturgut
  • Eintrittspreis: 420 Yen (Erwachsene)
  • Anfahrt: fußläufig vom Bahnhof Kōchi (JR-Dosan-Line von Okayama)
  • Website: https://visitkochijapan.com/en/see-and-do/10009

Kōchi befindet sich ganz im Süden von Shikoku und gehörte früher zur Provinz Tosa. Die ganze Gegend ist auch heute noch geprägt von Sakamoto Ryōma. Tosa gehörte in der Zeit vor der Meiji-Restauration zu den stärksten Gegnern des Tokugawa Shogunats und war treibende Kraft und Wegbereiter des kommenden Umsturzes. Der Samurai Ryōma gehört bis heute zu den schillernsten und populärsten Figuren dieser Zeit. Er wurde 1867 vom Shogunat in Kyoto ermordet und ging als Märtyrerin Geschichte und Popkultur ein. Vor allem in der heutigen Präfektur Kōchi wird er bis heute zelebriert. Auch in der Burg lässt sich einiges über ihn lernen.

Die Burganlage in Kōchi ist ein relativ neuer Bau und steht auf einem imposanten Berg. Von oben hat man eine tolle Aussicht über die gesamte Stadt und im Inneren wird das Leben der Menschen in der Edo-Zeit in kleinen Modellen dargestellt. Besonders ist hier auch, dass mehrere Gebäude im inneren Verteidigungsring (Honmaru) erhalten blieben, etwa die kleine Residenz direkt am Turm.

8. Uwajima

Ohne hämisch klingen zu wollen: die Burg Uwajima hat uns beim Aufstieg an einen etwas zu groß geratenen Geräteschuppen erinnert. Man erklimmt den Hügel, bestaunt die beeindruckenden Mauern auf dem Weg und steht dann vor diesem niedlichen Gebäude. Im Prinzip ist es ein schöner Bergpark mit einem kleinen und mit 200 Yen auch sehr günstigem Aussichtstürmchen.

Wenn man in der Gegend ist lohnt sich der Besuch trotzdem: im inneren gibt es wie überall eine kleine Ausstellung über die Lokalgeschichte und wir hatten das Glück eine Serie von tollen Tuschezeichnungen bestaunen zu können. Auch die Aussicht von oben ist grandios: Uwajima liegt umgeben von Hügeln an einer Bucht am Meer und erinnerte uns damit fast schon an die Geographie von Nagasaki.

Die Anfahrt ist allerdings recht beschwerlich: Uwajima ist die Endstation der JR-Yosan-Linie und man kommt hier weder vorbei noch zufällig hin. Falls ihr nach der Burg noch Zeit zum totschlagen habt und Dinge wie einen zwei Meter langen Holzpenis bestaunen wollt, schaut euch den Taga-Schrein an.

9. Matsuyama

  • Ort: Stadt Matsuyama, Präfektur Ehime
  • Erstbebauung: 1602
  • Baujahr des jetzigen Turms: 1852
  • Status: Wichtiges Kulturgut
  • Eintrittspreis: 520 Yen (Erwachsene)
  • Anfahrt: 10min mit der Trambahn vom Bahnhof Matsuyama (JR-Yosan-Line von Okayama)
  • Website: https://www.visitehimejapan.com/en/see-and-do/320

Die Burg Matsuyama macht es einem nicht einfach. Wieso? Weil es in ganz Japan einfach dutzende Burgen gibt die diesen Namen tragen. Allein auf dieser Liste hier finden sich schon zwei. Sie wird deshalb auch Iyo-Matsuyama, nach dem alten Namen der heutigen Präfektur Ehime, genannt.

Wenn man die Konfusion erst einmal hinter sich gelassen hat, erwartet einem aber eine sehr gut erhaltene Burganlage, in der es nicht nur den Hauptturm sondern auch diverse erhaltene Nebengebäude zu bestaunen gibt. Matsuyama ist die jüngste Anlage auf dieser Liste, der Hauptturm stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Sie thront auf dem 132m hohen Berg Katsuyama und ist neben dem Dōgo-Onsen die wichtigste Sehenswürdigkeit der Stadt.

Weil wir gerne faul sind und unser zweiter Besuch an einem warmen Tag stattfand, haben wir uns für den Aufstieg per Sessellift entschieden. Es gibt auch eine Seilbahn die den Berg hochfährt. Im Inneren der Burg gibt es einige Ausstellungsstücke zu bestaunen. Besonders hier: ihr könnt mit Replika von Gewehren und Schwertern spielen und Fotos machen und euch so etwa vom Gewicht eines Katana-Schwertes überraschen lassen. Auch eine Samurai-Rüstung zum anprobieren und Fotos machen liegt bereit.

10. Hirosaki

  • Ort: Stadt Hirosaki, Präfektur Ehime
  • Erstbebauung: 1611
  • Baujahr des jetzigen Turms: 1810
  • Status: Wichtiges Kulturgut
  • Eintrittspreis: 320 Yen (Erwachsene)
  • Anfahrt: 30min zu Fuß vom Bahnhof Hirosaki (JR-Ou-Line von Aomori)
  • Website: https://www.hirosakipark.jp/en/

Hirosaki ist die einzige der 12 Burgen nördlich von Tokyo und allein deshalb eine Reise wert. Berühmt ist die Burg und der angrenzende Park für seine tollen Kirschblüten. Da wir aber noch immer ein Defizit in den nördlichen Präfekturen haben, haben wir es auch hierhin noch nicht geschafft. Unsere geplante Reise nach Hirosaki im Juni 2020 ist leider durch die globale Sars-CoV-2-Pandemie ausgefallen.

11. Bitchū-Matsuyama

  • Ort: Stadt Takahashi, Präfektur Okayama
  • Erstbebauung: 1240
  • Baujahr des jetzigen Turms: 1681
  • Status: Wichtiges Kulturgut
  • Eintrittspreis: 500 Yen (Erwachsene)
  • Anfahrt: Bahnhof Bitchū-Takahashi (JR-Hakubi-Line von Okayama), danach 1,5 Stunden Wanderung
  • Website: https://www.okayama-japan.jp/de/spot/949

Bitchū-Matsuyama ist die einzige Burg auf der Liste der zwölf, die umgeben von Wald abseits der nächsten Stadt steht. Vom Bahnhof aus hat man entweder die Wahl, direkt zu wandern, oder ein Taxi auf halbe Höhe zu nehmen (im reservierungspflichtigen Großraumtaxi 600 Yen). Berühmt es sie für die Bilder von der benachbarten Aussichtsplattform, von der aus man bei den richtigen Wetterbedingungen die Burg im Wolkenmeer schweben sieht. Leider haben wir die Burg selber noch nicht besucht.

12. Marugame

  • Ort: Stadt Marugame, Präfektur Kagawa
  • Erstbebauung: 1597
  • Baujahr des jetzigen Turms: 1660
  • Status: Wichtiges Kulturgut
  • Eintrittspreis: 200 Yen (Erwachsene)
  • Anfahrt: fußläufig vom Bahnhof Marugame (JR-Yosan-Line von Okayama)
  • Website: https://shikoku-tourism.com/en/see-and-do/10084

Marugame gehört zu den kleineren Burgen und ist bekannt für seine imposanten Steinwälle. Sie sind die höchsten in ganz Japan und bestechen durch ihre sanften und eleganten Kurven. Bis auf das Haupttor gibt es auch sonst nicht viel zu sehen, es lohnt sich also die Wälle durchaus etwas genauer zu betrachten.

Die kleine Ausstellung im Turm ist nett anzusehen und die Aussicht über die ganze Stadt fantastisch. Marugame ist ansonsten recht flach, nur die Burg erhebt sich auf ihrem Berg darüber.

Hin und wieder gibt es ein Lightup im Burgpark, bei denen Laternen aus Bambus und diverse LED-Lichter auf dem gesamten Weg nach oben und auch um den Turm selbst arrangiert werden. Wir hatten das Glück es sehen zu können, weshalb wir auch am Abend noch einen Anreiz hatten, um uns die Burg Marugame anzuschauen. Falls ihr in der Gegend seid und es gibt gerade eines: schaut vorbei, es ist wirklich schön.

Schlussworte

Und, habt ihr Lust bekommen? Bevor wir den Artikel abschließen noch ein paar Worte: wir haben hier nur die Original-Burgen Japans vorgestellt und wir sind davon überzeugt, dass sie durch ihre Authentizität ein gewisses Geschichtsverständnis vermitteln können, das Nachbauten immer abgehen wird. Das heißt aber nicht, dass es nicht auch ganz wunderbare Rekonstruktionen gibt. Die Burg Osaka ist eine tolle Touristenattraktion mit einem ansprechenden Museum und auch Imabari haben wir sehr genossen. Sogar die abgeranzte Fushimi-Momoyama-Burg in Kyoto, die für einen Vergnügungspark gebaut und einfach stehen gelassen wurde, hat einen ganz bestimmten Charme. Zumal viele der wieder errichteten Burgen auch einen deutlich besseren, barrierefreien Zugang ermöglichen. Auch als Stadtpark taugen viele der alten Burganlagen auch heute noch sehr gut. Wenn ihr also die Chance habt: schaut vorbei! Zum Abschluss haben wir noch ein paar (unvollständige) Bilder von uns besuchter rekonstruierter Burganlagen für euch.

Bildergalerie: Rekonstruierte Burgen

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zoomingjapan 5. Juni 2020 - 20:17

Oh! Das erinnert mich gerade dran, dass ich meinen Post, den ich vor fast 2 Jahren geschrieben hab, immer noch nicht veröffentlicht hab. *hust* Aber mein Blog ist ja eh “on hiatus”. (^-^’) ….
Ich als Castle Hunter war natürlich mehrfach bei den 12 Originalen. 🙂
Mein Liebling ist und bleibt Himeji Castle, wobei ich ansonsten eher ein Fan von kleineren Schlössern bin. Die Originale sind alle toll.
Ich mag auch Uwajima und Hirosaki sehr gerne. Bei Bitchu-Matsuyama war ich nebst Himeji am häufigsten. 🙂
Bitchu-Matsuyama ist halt auch toll, weil man es am frühen Morgen v.a. im Herbst von weiter weg als “Schloss in den Wolken” fotografieren kann. Ist also auch ein Tipp. Danach kann man dann direkt zur Burg fahren und diese erkunden.

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Micha 7. Juni 2020 - 17:03

Oha, wir würden echt gerne mal mit einem Castle Hunter unterwegs sein! Es gibt noch viele graue Flecken auf unserer Karte. Hirosaki war für Juni 2020 auf unserer Reiseroute aber unser Hinflug wurde bereits storniert und wir haben schon alle Hotels und so abgesagt. 🙁

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zoomingjapan 7. Juni 2020 - 21:45

Also Hirosaki sollte man wirklich zur Kirschblüte machen, auch wenn das in Tohoku während der Golden Week ist. Ich würde auch gerne nochmal dahin, weil mir damals ein Typhoon ein Strich durch die Rechnung gemacht hat. Alle Kirschblüten waren dadurch schon von den Bäumen geweht und das Wetter war auch dementsprechend bescheiden. ^^;

Ja, dieses Jahr wird das wohl für uns alle nichts. Ich sollte ja eigentlich auch im Herbst mal wieder…. :/
Tut mir leid für euch, aber dafür freut man sich beim nächsten Mal dann umso mehr! 🙂

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