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Beim Fuji-Aufstieg den Sonnenaufgang bewundern.

Japans höchster Berg: Den Fuji besteigen

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Mit stolzen 3777,24 Metern über dem Meeresspiegel ist der Fuji der höchste Berg Japans und damit sogar fast 1000 Meter höher als die Zugspitze. In Japan rät ein Sprichwort: „Wer den Fuji nie besteigt, ist ein Dummkopf“ – denn der Fuji-Aufstieg ist bei vielen Japanern auf dem Plan. Ebenso wie bei Einheimischen ist es auch bei Touristen immer beliebter, den Aufstieg zu wagen – ihr überlegt auch? Dann soll euch dieser Artikel bei der Planung helfen. Am Ende findet ihr eine umfangreiche Link-Sammlung und eine Packliste zum Download. Solltet ihr darüber hinaus noch Fragen haben, schreibt uns einen Kommentar!

Mehr als nur ein Vulkan: Der Fuji als Kulturgut Japans

Der Fuji ist nicht einfach nur ein Berg: er ist ein schlafender Vulkan und zählt seit 2013 zum japanischen Weltkulturerbe. Keine Angst – der letze Ausbruch vom 16. Dezember 1707 ist auch schon länger her, eine akute Ausbruchgefahr besteht aktuell nicht. Die ebenmäßige Kegelform, die bei klarer Sicht auch aus Tokyo und noch weiter weg gesehen werden kann, übt bereits seit Jahrhunderten eine besondere Faszination auf die Japaner aus. So findet sich der Fuji auf historischen Gemälden und in klassischen Gedichten wieder und ist das Ziel von religiösen Wallfahrten.

Früher war die der Fuji Aufstieg eine Reise zur spirituellen Erfüllung, heute ist es eher etwas in Richtung Massentourismus. Auch für ungeübte Bergsteiger ist der Aufstieg machbar, inzwischen werden Busladungen Touristen in den Fuji-Hakone-Izu-Nationalpark gefahren und sogar Rentner und Kinder schaffen den Aufstieg. Es ist zu machbar und das ist wahrscheinlich das größte Problem mit dem Fuji: Ruhe und Besinnlichkeit findet ihr hier nicht mehr im ursprünglichen Ausmaß, aber dennoch ist der Fuji-Aufstieg ein persönlich sehr erfüllendes Erlebnis. Vom Gipfel den Sonnenaufgang zu beobachten ist phänomenal!

Wann ist Fuji-Saison?

Auch wenn jedes Jahr viele Touristen den Gipfel des Fuji erklimmen, ist der Aufstieg keine einfache Wanderung. Die Wege zum Gipfel, sowie die Berghütten, sind vom 1. Juli bis Mitte September geöffnet.
Außerhalb dieser Saison sind die Wege und auch die Hütten geschlossen und ein Aufstieg wird nicht empfohlen. Wenn, dann sollten nur erfahrene Bergsteiger den Weg nach oben wagen: starke Winde, zugefrorene Wege und Temperaturen von -20 bis -30°C sorgen dafür, dass eine ganz andere Ausrüstung und Erfahrung benötigt wird. Um die Erlaubnis für den Aufstieg außerhalb der Saison zu erhalten, müsst ihr euch vorher mit einem „Climbing Plan“ bei den Behörden anmelden.

Vier Wege zum Gipfel: Welcher soll es werden?

Fuji Aufstieg: ein Wegweiser zum Gipfel

Es führen vier unterschiedliche Wege zum Gipfel des Fujis, die auch in unterschiedlichen Farben ausgeschildert sind: Die Yoshida und Subashiri Wege verlaufen ab der 8. Station gemeinsam und der Abstieg verläuft separat zum engen Aufstiegs-Weg, damit sich die Wanderer nicht gegenseitig behindern. Bei diesen Wegen müsst ihr beim Abstieg besonders wachsam sein, damit ihr nicht am falschen Endpunkt herauskommt.

Die Ausstattung und Länge der verschiedenen Wege unterscheidet sich vor allem durch die Häufigkeit der Hütten und Toiletten.

Am beliebtesten sind der Yoshida und der Subashiri-Weg, da an diesen beiden die meisten Hütten und Toiletten liegen. Wasser nachkaufen ist hier kein Problem. Auch warme Instant-Ramen oder Kaffee und weitere Snacks sind verfügbar. Die beiden anderen Wege sind länger und mit weniger Hütten und Toiletten ausgestattet, daher sind sie weniger frequentiert. Erfahrenere Bergsteiger entscheiden sich daher eher für die Wege Gotemba und Fujinomiya, weil sie die Herausforderung und weniger Mit-Bergsteiger suchen.

Der Aufstieg beginnt auf Höhe der 5. Station der jeweiligen Wege, dorthin bringen euch die öffentlichen Verkehrsmittel (Busse).

YoshidaSubashiriGotembaFujinomiya
Geöffnet ab1. Juli10. Juli10. Juli10. Juli
Starthöhe 2.300m
2.000m1.450m2.400m
ca. Aufstiegszeit6h6h7h5h
ca. Abstiegszeit4h3h3h3h
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Die Farben der vier Wege zum Gipfel

Die perfekte Ausrüstung für den Fuji-Aufstieg

Bei diesem Punkt habe ich mir selbst viele Gedanken vorab gemacht, da ich bisher absolut gar keine entsprechenden Klamotten besaß. Tatsächlich habe ich mir viel Input auf dem Blog von Fräulein Draußen geholt. Im Endeffekt war ich sehr froh, wie ich ausgerüstet war und teile hier meine Erfahrungen mit euch. 
Während ihr den Aufstieg ab der 5. Station mit einem Waldspaziergang beginnt, lauft ihr ab der 6. Station bereits oberhalb der Baumgrenze und seid damit dem Wetter gnadenlos ausgeliefert: Sonnenschein, Wind, Regen – es kann sich schnell ändern. Das Fuji-Wetter ist sehr unbeständig und je höher ihr kommt, um so kälter wird es. Auf dem Gipfel herrschen kurz vor Sonnenaufgang Temperaturen um den Gefrierpunkt. Sobald die Sonne rauskommt, wird es aber schnell wärmer und ihr seid gut beraten, wenn ihr auch an Sonnenschutz für den Fuji-Aufstieg denkt.

Überhaupt: Tragt vernünftiges Schuhwerk! Bitte lauft nicht mit euren dünnen Stadt-Sneakern hoch. Das Vulkangestein ist äußerst scharfkantig und eure Knöchel haben so kaum Schutz und Halt. Ich habe viele brenzlige Situationen beim Aufstieg beobachtet, weil Leute umgeknickt oder abgerutscht sind.

Ihr könnt auch in Turnschuhen und Jeans den Fuji erklimmen: es geht aber deutlich sicherer und bequemer, wenn ihr gut ausgerüstet seid – hier ist unsere Ausrüstungs-Empfehlung:

Kleidung

  • Trekkingschuhe, die über die Knöchel gehen und Wandersocken
  • Regenschutz: Regenjacke (Hardshell) und Regenhose (Keine Regenschirme oder Regencapes, die fliegen aufgrund der starken Winde nur weg!)
  • Schnell trocknende Unterwäsche (Für die Damen: Sport-BH)
  • Sport-Top und Shirt (z.B. die AIRsm-Produkte von Uniqlo)
  • Trekking-Tights oder Wanderhose (Ich hatte eine Tights von Bergjans*)
  • Fleece-Jacke als wärmende Schicht
  • Handschuhe: Achtet auf Spritzwasser- und Wind-Schutz
  • Stirnband/ Mütze, Schlauchschal aus Merino-Wolle z.B von Vaude* (sehr wenig Platzverbrauch und hält sehr warm!)

* Diese Links führen auf Amazon und ich nehme am Amazon-Partner-Programm teil. Dies bedeutet, dass ich für über diesen Link gekaufte Produkte eine Provision erhalte.

Zubehör

  • Tages-Wanderrucksack und Regenschutz. Ich habe einen 20l-Rucksack speziell für Frauen von Osprey*
  • Wanderstöcke
  • Stirnlampe mit Ersatzbatterien
  • Sonnenschutz: Sonnencreme, ein Fischerhut und Sonnenbrille (Die meiste Zeit seid ihr oberhalb der Baumgrenze und der Sonne ausgeliefert)
  • min. 1,5 Liter Wasser (mehr Wasser kann in den Hütten erworben werden)
  • Energie-Snacks: Sportriegel, Onigiri
  • 100 Yen-Münzen: Die Toiletten auf dem Fuji kosten 200 bis 300 Yen
  • Desinfektionsmittel
  • Taschentücher
  • Wärmepads
  • Kleines Handtuch für Schweiß
  • Plastiktüte für den eigenen Müll

Nicht vergessen: Als Tourist in Japan seid ihr verpflichtet, euren Reisepass dabei zu haben!

  • Stirnlampe für die Nachtaufstieg
  • Blick nach unten.

Ich bin eine Frostbeule, durch und durch: Daher hatte ich zwar keine extra Regenhose dabei, aber eine zusätzliche wärmende Hose mit Spritzwasserschutz. Für den nächtlichen Aufstieg zog ich auch ein HeatTech-Shirt, einen Fleece-Schal, Handschuhe und ein Merino-Stirnband an.

Über den Fischerhut hab ich mich anfangs etwas amüsiert, dabei hat er die Regentropfen von meiner Brille und die extreme Sonne beim Abstieg abgehalten. Unverzichtbar!

Sobald der Aufstieg steiler wurde, kamen auch die Wanderstöcke zum Einsatz. Weil wir selber keine besitzen, haben wir diese über einen Mietservice in Tokyo ausgeliehen: Absolut sinnvoll und deutlich sicherer vom Halt und Griffigkeit als die Holzstäbe, die auf den 5. Stationen als Andenken verkauft werden.

Stephanie

Ausrüstung mieten für den Fuji-Aufstieg

Da wir nicht alles neu kaufen wollten für den Fuji, haben wir einen Teil der Ausrüstung bei Yamarent angemietet. Ich habe online bestellt und die Ausrüstung am Tag des Aufstieges in der Filiale in Shinjuku / Tokyo abgeholt und am nächsten Tag in der Filiale an der 5. Station (Fujiyoshida) wieder zurückgegeben. Wir haben uns Stirnlampen, Wanderstöcke und ich mir auch Wanderschuhe gemietet. Ich war ein bisschen skeptisch bei den Schuhen und habe im Laden dann doch auf Beratung noch in eine Nummer größer gewechselt, weil sie sehr eng ausgefallen sind. Rückblickend eine gute Entscheidung. Ein paar Wandersocken gab es als Geschenk dazu. Wir würden jederzeit wieder dort Wander-Ausrüstung anmieten.

So sieht die Hälfte des Weges aus.

Den Fuji-Aufstieg richtig planen

Die beliebteste Plan für die meisten Fuji-Bergsteiger ist folgender: Gegen Mittag Ankunft an der 5. Station, dort ein Aufenthalt von bis zu 1 Stunde zur Höhenakklimatisierung und dann den Aufstieg beginnen. Nach der Hälfte der Tour auf der 7. oder 8. Station in einer Hütte einkehren, Abendessen und übernachten. Wenn ihr den Sonnenaufgang vom Gipfel sehen möchtet, dann solltet ihr zwischen 0:30 bis 1:30 Uhr von dort aufbrechen, da der zweite Teil des Weges sehr eng ist und ihr eure Mit-Bergsteiger meist nicht überholen könnt. Sonnenaufgang ist im Sommer gegen 4:30 Uhr. Danach könnt ihr noch den Weg um den Krater nehmen, um den höchsten Punkt bei der Wetterstation zu erreichen. Dafür solltet ihr etwa 1 Stunde einplanen. Danach geht es wieder an den Abstieg, der sehr viel schneller geht.

Der Sonnenaufgang kann von allen Punkten und Hütten des Yoshida und Subashiri-Weges gesehen werden, ihr müsst also nicht dafür mitten in der Nacht den dunklen Fuji besteigen.

Beliebt ist es auch, die komplette Nacht zum Aufstieg, ohne Einkehr in einer Hütte, zu machen. Andere wiederum, denen der Sonnenaufgang nicht so wichtig ist, steigen am selben Tag hinauf und wieder ab.

Ein toller Blick auf die umliegende Landschaft.

Kosten für den Fuji-Aufstieg: 1.000 Yen Spende

Der Aufstieg ist an sich kostenlos. An den Startpunkten der Aufstiegswege werden Besucher aber um eine Spende für den Erhalt des Fujis von 1.000 Yen (ca. 8 Euro) gebeten. Diese kann sogar per Kreditkarte bezahlt werden.
Bezahlt werden aus diesen Spenden die Informations-Kampagnen für Bergsteiger, das kostenlose Wifi auf dem Fuji und die Einrichtung und Forschung für die Bio-Toiletten.

Als Dankeschön erhalten die Spender einen Holz-Anhänger.

Ansonsten benötigt ihr ca. 1.500 Yen in 100 Yen-Münzen für die Toiletten und etwas Bargeld (wir empfehlen 5.000 Yen) für Snacks, Essen und Nahverkehr-Tickets zur An- und Abreise. Vorab bezahlt werden die Busfahrtickets und, falls gewünscht, die Übernachtung in einer Hütte.

Regeln für Fuji-Bergsteiger:
Den eigenen Müll mitnehmen.
Nicht die Wege verlassen.
Keine Graffiti und andere Nachrichten hinterlassen.
Kein Campen und keine Lagerfeuer.

Es geht los: Anreise zur 5. Station Fuji ab Tokyo

Je nachdem welchen Weg ihr ausgewählt habt und von wo ihr kommt, gibt es verschiedene Möglichkeiten zur Anreise. An dieser Stelle möchte wir euch nur kurz auf die direkten Busse hinweisen, die vom Busterminal in Shinjuku (Tokyo) bis zur 5. Station des Yoshida-Weges während der Saison fahren. Eine Busfahrt kostet aktuell 2.700 Yen und dauert 2 Stunden 25 Minuten. Ihr könnt die Tickets direkt auf der englischen Seite von highway-buses.jp buchen. Unten in der Link-Sammlung findet ihr einen Link mit allen aktuellen Anreise-Möglichkeiten.

So war unser Fuji-Aufstieg:

Den Fuji zu erklimmen steht wahrscheinlich auf der Wunschliste für viele Japan-Fans. Für uns persönlich war der Aufstieg eine tolle Erfahrung und ich kann jedem, der sich körperlich fit fühlt, nur dazu raten.

Körperlich war der Aufstieg für uns kein Problem, es war fordernd – aber nicht überfordernd. Man musste konzentriert sein und konnte dennoch immer mal wieder die Aussicht genießen. Es hat richtig Spaß gemacht! Dass das Wetter am Fuji launisch ist und sich schnell ändern kann, haben wir am eigenem Leib erfahren: von der 5. bis zur 7. Station liefen wir durch Wolken und Regen, erst in der Nacht klarte es auf und wir wurden mit einem wunderschönen Sonnenaufgang auf dem Gipfel belohnt.

Bergab war von dem spannenden und positiv fordernden Aufstieg nicht mehr viel vom Fuji-Zauber übrig: es ging monoton auf einem Zick-Zack-Weg hinab bis zur 6. Station. Der Weg war rutschig, immer wieder landeten kleine Steinchen in den Schuhen und am Ende waren wir einfach nur glücklich, an der 5. Station angekommen zu sein. Schuhe aus und auf den Bus warten. Die Rückfahrt nach Tokyo haben wir beide verschlafen.

Ein Platz an der Sonnenaufgangs-Seite ist heiß begehrt!

Wer Ruhe sucht, sollte den Fuji meiden: in den drei Sommer-Monaten herrscht auf den Wegen zum Gipfel Massentourismus. WiFi bis ganz nach oben inklusive.

Wie ist das mit den Toiletten?

Der Fuji hatte lange Zeit damit zu kämpfen, dass die Touristenmassen und die Entsorgung der (menschlichen) Abfälle nur unzureichend geregelt waren. Die Touristen hinterließen nicht nur Abfall, sondern auch Urin, Kot und Toilettenpapier. Bis 2005 wurden die Toiletten über einen oberirdischen Abfluss geleert, der die Fäkalien nach unten brachte.

Toiletten-Kabinen am Fuji.

Mittlerweile sind viele Öko-Toiletten auf dem Fuji installiert, die durch Muschel und Sandfilter das Wasser reinigen und wie normale Toiletten mit Spülung genutzt werden können. Das Wasser ist deshalb aber leicht gelblich und das Toilettenpapier muss in einen Eimer neben der Toilette entsorgt werden. Die Benutzung der Toiletten kostet 200 bis 300 Yen und die Toiletten sind nur innerhalb der Saison geöffnet.

Übernachtung in einer Fuji-Hütte

Da wir den Sonnenaufgang vom Gipfel sehen wollten, entschieden wir uns am frühen Abend in einer der Hütten entlang des Yoshida-Weges einzukehren. Diese Hütten müssen vorab reserviert werden, also sucht euch rechtzeitig eure „Wunsch-Hütte“ aus und schaut, wie die Reservierungsfristen sind. Oft werden die buchbaren Schlafplätze zu einem festen Zeitpunkt freigegeben.

Die meisten Hütten bieten ein Paket an: Übernachtung in der Hütte mit Schlafsack, Abendessen und ein Frühstücks-Snack. Normalerweise sind die Schlafplätze ein 1m x 2m Slot inkl. Schlafsack neben weiteren Bergsteigern, aber das wollten wir nicht. Wir buchten das Toyokan auf der 7. Station, weil es dort gab es extra abgetrennte Holzkabinen für etwas mehr Privatsphäre gab.

Eine Übernachtung kostet pro Person zwischen 5.500 bis 8.000 Yen, am Wochenende oder an Feiertagen steigt der Preis.

Höhenkrankheit

Mit 3.777,24 Metern ist der Fuji kein kleiner Berg und der Aufstieg ist fordernd. Viele Fuji-Bergsteiger erreichen aber leider den Gipfel nicht, weil sie an der Höhenkrankheit erkranken. Das Tückische an ihr ist, dass es jeden treffen kann. Egal wie fit ihr seid.

Das Risiko der Höhenkrankheit steigt ab 2.500 Metern signifikant an. Statistisch erkranken häufiger Frauen, Menschen, die unter Migräne leiden und Personen unter 46 Jahren.

Je höher ihr aufsteigt, umso mehr nimmt der Luftdruck und Sauerstoffdruck ab und die Lunge kann nur noch weniger Sauerstoff aufnehmen. Diesen Sauerstoffmangel versucht der Körper mit einer höheren Atemfrequenz auszugleichen.

Symptome der Höhenkrankheit beim Fuji-Aufstieg

  • Kopfschmerzen
  • Appetitlosigkeit
  • Übelkeit
  • Übergeben
  • Leistungsabfall
  • Schwindel

Tipps zur Vermeidung der Höhenkrankheit

  • Nach Ankunft an der 5. Station für ein bis zwei Stunden an die Höhe gewöhnen. Nutzt die Zeit für ein Mittagessen in den Shops.
  • Langsam aufsteigen in einer konstanten Geschwindigkeit.
  • Legt kurze Pausen ein, aber nicht zu lange, damit ihr nicht auskühlt.
  • Regelmäßig trinken!
  • Tief atmen
  • Übernachtung in einer der Hütten einplanen.

Damit ist unser Artikel zum Fuji-Aufstieg schon fast am Ende – aber noch einmal kurz zurück zu dem japanischen Sprichwort am Anfang. Das war nämlich noch nicht vollständig:

一度も登らぬ馬鹿、
二度登る馬鹿

Frei übersetzt bedeutet es:
„Wer den Fuji nie besteigt, ist ein Dummkopf, wer ihn zweimal besteigt auch.“

Umso dankbarer bin ich, dass Micha, der bereits im Sommer 2012 den Fuji bestieg, mit mir gemeinsam noch einmal dieses kleine Sommer-Abenteuer erlebt hat. Wir hatten schon 2014 geplant den Fuji gemeinsam zu erklimmen, aber leider konnte ich dann im Sommer keinen Urlaub nehmen. Das Warten hat sich aber gelohnt, wir wurden mit einem wunderbaren Sonnenaufgang belohnt und es ist ein tolles Ereignis, auf das ich stolz zurückblicken kann, denn: wir waren gemeinsam auf dem Gipfel des höchsten Berges von Japan!

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6 Kommentare

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6 Kommentare

Aby 28. Januar 2019 - 10:10

Wow, was für ein toller, ausführlicher Artikel! Ich finde, er gehört ins Rüstzeug eines jeden, der sich zum Fuji aufmacht! 🙂
Es ist klasse, so viele Infos im Vorfeld zu bekommen, mit denen man sich perfekt vorbereiten kann und die ganzen Fotos machen wirklich Lust darauf, den Aufstieg zu wagen!

Reply
Micha 4. Februar 2019 - 16:41

Vielen Dank Aby! Da bekommt man gleich Lust, mehr zu Schreiben. 🙂

Reply
Kaaron 4. Februar 2019 - 22:06

Ich danke euch für den tollen Artikel und die Informationen 🙂
Die Idee mit dem Ausleihen der Wanderausrüstung finde ich super und wäre mir so gar nicht in den Sinn gekommen.
Mal sehen ob ich es dieses Jahr tatsächlich schaffe, euren Fußspuren zu folgen!

Reply
Micha 5. Februar 2019 - 8:30

Wir hoffen es doch! Aber ohne uns, nochmal bekommt ihr mich da nicht hoch. 😂

Reply
Yuna 4. April 2019 - 21:05

Hallo,
wir wollen zu zweit den fuji erklimmen in der zeit vom 10.6 bis 20.6.
Offiziell ist ja erst ab dem 1.7 geöffnet.
Machen die paar Tage einen großen Unterschied hinsichtlich des Wetters aus?
Vielen dank im vorraus. 😃

Reply
Micha 5. April 2019 - 6:52

Hallo Yuna, vielen Dank für deinen Kommentar!

Wir empfehlen dringend, sich an die offiziellen Zeiten zu halten. Die Wege werden gesichert, Berghütten und Toiletten werden geöffnet, der Zugang mit Verkehrsmitteln wird einfacher und es ist grundsätzlich nicht empfehlenswert auf eigene Faust zu klettern. 2-3 Wochen können auf dem Fuji den Unterschied zwischen Schnee und kein Schnee machen. Wenn ihr erfahrene Bergsteiger seid stört euch das vermutlich nicht, aber für Leute wie uns ist es einfach nur gefährlich den Berg bei Schnee zu besteigen. Aber: natürlich nicht unmöglich. Wir würden aber in jedem Fall einen Guide buchen, wenn ihr unerfahren seid. Falls ihr es tun wollt: rüstet euch vor allem trocken und warm aus (Minusgrade auf dem Gipfel!) holt euch eine entsprechende Versicherung, meldet euch bei den Behörden an und viel Erfolg!

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