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Der Japan Railpass: 10 praktische Tipps für deine Reise

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Der Japan Railpass ist eine tolle Sache, um Japan kostengünstig mit dem Zug zu entdecken. Doch manchmal können die verschiedenen Informationen ein bisschen zu viel sein. Daher haben wir ein paar Dinge aufgeschrieben, die wir in den letzten Jahren mit dem Japan Railpass gelernt haben.

1. Vergesse den Exchange Voucher nicht!

Wenn du in Deutschland den Japan Railpass bestellst, bekommst du nicht den richtigen Railpass von deinem Reisebüro, sondern einen Gutschein, den du in Japan gegen den Railpass eintauscht. Dieser wird „Exchange Voucher“ genannt und du musst diesen in Japan in einer Umtauschstelle vorzeigen. Du hast den Exchange-Voucher in Deutschland vergessen? Puuuh! Ohne diesen bekommst du den bereits bezahlten Pass in Japan leider nicht ausgehändigt.

Dir bleiben jetzt nur drei Möglichkeiten:

  • Voucher per Express aus Deutschland nach Japan in dein Hotel schicken lassen.
  • Neuen Railpass mit Aufpreis in Japan kaufen (und versuchen im Reisebüro in Deutschland eine Rückzahlung anzufordern)
  • Reise umplanen und nur wenige Bahnfahrten zu machen.

2. Die Infos in deinem Reisepass und auf deinem Exchange Voucher müssen zusammenpassen

Beim Umtausch des Exchange Voucher in den Railpass musst du den Angestellten im JR-Büro deinen Reisepass geben. Hier wird kontrolliert, dass die angegebene Reisepassnummer und der Name zusammenpassen. Achte darauf, dass dein vollständiger Name, so wie er im Reisepass steht, auch auf dem Voucher steht. Außerdem wird beim Blick in den Reisepass dein Visa-Status geprüft: Den Railpass kannst du nur mit einem Temporary Visitor (Tourist) Visa erhalten. Dieses Visa erhalten Deutsche automatisch bei Einreise und muss nicht extra beantragt werden, Mit einem Studenten oder Working Holiday Visa bist du nicht berechtigt den Pass zu nutzen. Ja, auch wenn du einen Voucher hast. Mehr lesen zu allgemeinen Japan-Reisetipps

Japan Railpass Fuji

3. Prüfe vorher, wo du deinen Voucher in den Railpass tauschen kannst

Dein Railpass kann nicht überall eingetauscht werden, sondern man muss dafür Büros des Eisenbahnunternehmens JR (Japan Railways) aufsuchen. Die Liste und die Öffnungszeiten kannst du HIER nachlesen.
Beim Umtauschen könnt ihr auch das „Startdatum“ des Railpasses festlegen. Der Railpass muss nicht am Tag der Abholung aktiviert werden.

4. Geltungsdauer: Kalendertage

Der normale Japan Railpass gilt für 7, 14 oder 21 Werktage. Wir haben bereits ein paar Mal die folgende Frage gelesen: „Wenn ich den Railpass Mittags/Abends einlöse, gilt der dann bis zum Abend des End-Datums?“ Die Uhrzeiten sind nicht relevant, nur die reinen Kalendertage bis Mitternacht. Es gibt auch regionale Railpässe, diese haben manchmal Sonderregelungen wie „Innerhalb von 14 Tagen kann der Pass an 3 einzelnen Tagen verwendet werden“ oder „Innerhalb von 7 Tagen kann der Pass an 3 aufeinanderfolgenden Tagen genutzt werden“. Also solltet ihr einen solchen Regional Pass nutzen wollen, achtet bitte genau auf die möglichen Zeiten.

5. Verliere deinen Japan Railpass nicht!

Auch hier zeigt sich JR erbarmungslos: Hast du deinen Railpass verloren, dann ist er eben weg und du erhältst keinen Ersatz. Aber vielleicht hast du Glück und der Pass wird an einem JR-Schalter abgegeben – frag auf jeden Fall dort rum, wo du ihn höchstwahrscheinlich verloren hast. Japaner sind hier oft super ehrlich und wir kennen viele Geschichten, wo verlorene Gegenstände zu ihrem Besitzer zurückgefunden haben.

6. Nutze die kostenfreie Sitzplatzreservierung

In den japanischen Shinkansen-Zügen die man mit dem Railpass benutzen kann, gibt es meist zwei Arten von Abteilen: Das Abteil für die reservierten Sitzplätze und das Abteil für die unreservierten/freien Plätze. Mit dem Railpass bist du spontan, um einfach in den Zug zu hüpfen, wenn du Lust hast. Aber gerade für beliebte Zugverbindungen abends und morgens empfehle ich eine Sitzplatzreservierung, Denn in der Preiskalkulation des Railpass ist die Nutzung der Sitzplatzreservierung bereits enthalten, also warum nicht auch holen?

Um die Sitzplätze zu reservieren besuchst du in einem JR-Bahnhof das みどりの窓口 (gelesen: midori no madoguchi,), das sind die Servicecenter für Kunden von Japan Railway. Keine Sorge, auch ohne Japanisch kommst du da zu einer Reservierung – an den großen Bahnhöfen wurden mittlerweile extra Counter für Inhaber des Railpasses eingerichtet: Die Angestellten sprechen dort(zumindest rudimentäres) Englisch. Am besten suchst du dir aber vorher schon deine gewünschten Verbindungen auf Hyperdia oder Google raus und zeigst diese den Angestellten auf deinem Smartphone. Dann geht’s erfahrungsgemäß immer etwas schneller. Auf deiner Sitzplatzreservierung stehen dann alle Infos, die du wissen musst, um deinen Platz zu finden. Das tolle an japanischen Bahnsteigen: Die Wagen-Nummer ist auf den Bahnsteig eingezeichnet, also kannst du dich bereits dort anstellen.

Japan Railpass kostenlose Sitzplatzreservierung
Viel Platz im Fußraum bei Shinkansen-Sitzplätzen

Im Zug selbst musst du die Reservierung und Ticket eigentlich so gut wie nie zeigen. Aber wenn beim Vordersitz eine kleine Tasche dran ist, dann kannst du deine Reservierung (und auch dein Ticket, wenn du keinen Railpass hast) dort hineintun. Die Schaffner erhalten elektronisch die Info, welcher Platz belegt ist, meistens prüfen sie also beim Durchgehen, ob die Plätze ab den reservierten Stationen eingenommen werden, haken es ab und gehen weiter. Wenn ihr aber falsch sitzen solltet, dann müsst ihr die Reservierung vorzeigen.

7. Diese Züge kannst du mit dem JR Railpass nutzen und diese nicht

Mit dem Railpass können fast alle Züge von Japan Railways (JR) genutzt werden. Die schnellsten Shinkansen-Züge sind aber leider ausgenommen. Diese heißen NOZOMI und MIZUHO. Die Auswahl an möglichen Zügen ist dennoch immer noch sehr groß. HIER könnt ihr die gesamte Karte mit allen möglichen Linien sehen.
Übrigens: Es gibt tatsächlich auch Züge, die man nur mit gültiger Sitzplatzreservierung nutzen darf, dort gibt es keine freien Sitzplätze. Einer dieser Züge ist z.B. der Odoriko.

  • Shinkansen Züge (Ausnahme NOZOMI und MIZUHO)
  • Limited Express-Züge
  • Lokal-Züge, auch Express-Verbindungen (z.B. auch die Lokalzüge in Tokyo wie Yamanote und Chuo-Linie)
  • Tokyo Monorail
  • Fähre von Hiroshima nach Miyajima
  • JR Lokal Busse

8. So kommst du durch die Ticketkontrolle

Normalerweise sind die Zugänge zu den Gleisen durch elektronische Gates gesichert. Diese können aber den Railpass nicht lesen, also muss hier ein Angestellter von JR deinen Pass sehen. An jedem JR-Bahnhof gibt es einen Eingang/Ausgang bei den elektronischen Gates, wo JR-Mitarbeiter die Fragen von Reisenden beantworten, Tickets entwerten oder eben Railpässe prüfen. Um den Prozess für alle Beteiligten einfach zu gestalten, zeigst du die Rückseite des Passen (hier stehen dein Name und der Gültigkeitszeitraum) vor und im Normalfall wirst du schnell „durchgewunken“. Danach folgst du der Ausschilderung am Bahnhof.

9. Besorg dir kleine Tasche für den Railpass

Um zu den Gleisen zu kommen, musst du in Japan durch elektronische Ticket-Gates Der Railpass kann von diesen elektronischen Gates aber nicht gelesen werden, daher musst du durch einen Eingang, wo JR-Mitarbeiter eingesetzt sind. Am Anfang hatte ich den Railpass immer im Rucksack, aber das ständige auf- und absetzen hat mich sehr genervt. Deswegen habe ich mir bald eine kleine Umhängetasche besorgt, in der ich den Railpass, aber auch meine IC-Card und eine kleine Geldbörse aufbewahre. So sind die Pässe immer schnell bereit zum Vorzeigen.

10. Nicht immer ist der Railpass die beste Wahl für deine Reiseplanung!

Jede Reise ist unterschiedlich und auch wenn es bei vielen Japan-Reisetipps oft so wirkt: Der Japan Railpass ist keine Pflicht! Wenn du nur einmal von Tokyo nach Kyoto und zurück fährst und sonst keine weiteren größeren Ausflüge vornimmst, kann es durchaus sein, dass sich der Kauf des JR Passes für dich nicht lohnt. Du bist mit einem Einzelticket in diesem Fall wahrscheinlich sogar besser unterwegs. Bitte prüfe vor dem Kauf mit einem Rechner, ob sich der Pass für deine geplante Route auszahlt:


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Danke an Sophia für die aktuellen Fotos vom Railpass.

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