5 Gründe, warum Du Dir in Japan eine SUICA, ICOCA oder PASMO besorgen solltest!

Immer wieder erreichen mich Fragen, ob man sich im Japan-Urlaub eine IC-Karten besorgen soll. Je nachdem, in welcher Region man zuerst landet, gibt es verschiedene Namen für diese kleinen, praktischen Prepaid-Karten. Die bekanntesten Karten heißen SUICA, PASMO und ICOCA.

Auf diese Karten kann man Geld aufladen und an zahlreichen Orten zum Zahlen von Nahverkehrs-Tickets, an Getränke-Automaten oder Combinis (24-Stunden-Läden) genutzt werden. Die Karten sind definitiv kein MUSS – aber hier stelle ich Euch einige Vorteile vor, warum SUICA oder ICOCA für mich während eines Japan-Aufenthalts mittlerweile ein Must-Have sind.

Suica Japan

Personalisierte SUICA-Karten und darunter ein Linienplan von Tokyo – Chaos pur!

Die IC-Karten sind KEIN Ersatz für den Japan-Railpass, da man mit ihnen nur im Nah- und Lokalbahnverkehr Tickets kaufen kann, nicht aber z.B. für den Shinkansen! Die IC-Karten ergänzen den JR Pass aber sehr gut während einer Japan-Reise.

Ich besitze eine personalisierte SUICA-Card und eine ICOCA, die je nach Lust und Laune verwende.

1. Zeit sparen

Sobald man einen (Nahverkehrs-) Bahnhof in Japan betritt und durch die Ticket-Gates gehen möchte, hält man seine IC-Karte an einen Sensor. Hier wird die Einstieg-Station notiert und sobald man am Zielort den Bahnhof durch das Ticket-Gate verlässt, während man sein IC-Karte wieder an den Sensor hält, werden die Kosten für die Fahrt automatisch erkannt und vom Karten-Guthaben abgezogen.

Pasmo_IC-TicketGate

Ein PASMO-Automat und ein IC-Kartenleser am Bahnhof. Keine Sorge, auch wenn PASMO drauf steht, können die anderen IC-Karten hier auch aufgeladen werden.

Sollte einmal zu wenig Guthaben auf der Karte sein, piept das Ticket-Gate und man darf zu einem Nachzahl-Automaten das Karten-Guthaben aufladen. Diese Automaten sind an jedem Ticket-Gate und immer nah am Ausgang.

Wenn man keine IC-Karte hat, dann muss man seine Zielstation auf einer Übersichtskarte finden, dort den Preis für die Fahrt ablesen, das korrekte Ticket lösen, durch die Gates ziehen, aufbewahren und am Zielbahnhof wieder in den Automaten stecken. Das kostet Zeit und auf kurze Urlaubszeiten gerechnet nicht einmal wenig – mit der IC-Karte geht alles viel schneller und einfacher. Meiner Meinung nach ist dies der größte Vorteil sich selbst auch im Urlaub eine IC-Karte wie SUICA, PASMO, ICOCA oder den anderen  Karten zu besorgen.

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Voller Bahnhof in Harajuku: eine geladene IC-Karte ist hier Gold wert!

2. Geld sparen

Im Großraum Tokyo spart man bei jeder Fahrt kleine Yen-Beträge gegenüber der Bar-Zahlung bei Bahntickets. Nicht viel – aber hey, wer will sich da beschweren?

3. (Fast) In ganz Japan einsetzbar

Mittlerweile sind die IC-Karten von 10 Anbietern untereinander einsetzbar im lokalen Nahverkehr: Suica, PASMO, Icoca, TOICA, manaca, Kitaca, SUGOCA, nimoca, Hayakaken. Welche Karten aus welcher Region kommen, könnt ihr auf dieser Karte von JR East sehen:

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(c) JR EAST

4. Keine Anschaffungskosten – nur Pfand!

Das Ausstellen der IC-Karten ist kostenlos und kostet nur 500 Yen ( ca. 4 Euro) Pfand. Falls ihr das Rest-Guthaben ausgezahlt haben möchtet, kostet dies eine 220 Yen Servicepauschale.  Wenn ihr nur einmal vor habt nach Japan zu reisen, dann kann man die Karte vor Abflug wieder abgeben. Beachtet aber, dass ihr die Karten nur im Verkehrsverbund zurückgeben könnt, wo sie gekauft wurde. So könnt ihr z.B. eine PASMO-Karte nur in Tokyo zurückgeben, aber nicht in Osaka.

Ich bin der Meinung, dass die Karten auch ein nettes Souvenir sind, dass man aufheben kann. Ich freu mich jedenfalls immer, wenn ich meinen Suica-Pinguin im Geldbeutel sehe.

5. Bargeldlose Zahlung in Combinis, an Schließfächern oder Getränkeautomaten

Ich hasse es Kleingeld zu zählen – wirklich! Und ganz besonders hasse ich es, wenn man z.B. 700 Yen für ein Schließfach bezahlen muss, dieser aber nur 100 Yen-Münzen nimmt und man garantiert immer zu wenig hat. Umso besser ist es daher, dass man an vielen Schließfächern in JR Bahnhöfen mit der IC-Karte zahlen kann. Auch sehr viele Getränkeautomaten werfen mir ein Getränk aus, sobald ich die meine Suica gegenhalte. Schnell einen Snack im Combini holen, ohne Kleingeld im Geldbeutel zu suchen? Oder beim Verkauf von Snack innerhalb der Zügen? Yep, auch hier hilft die IC-Karte. Die Suica kann man sogar in einigen Taxen in Tokyo nutzen! Oh man, ich bin ein Fan. Wirklich!

Suica_Zahlen

Fotos von einem Getränkeautomaten, dass ich wegen dem Anime-Bild gemacht habe. Aber ganz rechts seht ihr den Ansatz eines IC-Kartenfeldes. Und drunter sind Coin Locker, die man ebenfalls mit der Suica zahlen kann.

IC Karten Plakat Japan

Hinweis-Plakat am Bahnhof zur Benutzung von IC-Karten am Ticket-Gate und der Bitte der Betreiber, an folgende Dinge zu denken: 1. Liegt eine andere IC-Karte über der benutzten IC-Karte? 2. Hast du die Karte korrekt über den Scanner gezogen? 3. Ist genug Geld drauf?

Weitere interessante Facts zu den IC-Karten wie Suica, Pasmo, Icoca und Co.:

  • Die IC-Karten können von 1.000 bis 10.000 Yen aufgeladen werden. So viel würde ich aber nicht aufladen, weil bei Verlust ist das Geld leider weg.
  • Die IC-Karte ist 10 Jahre gültig. Meldet man sich aber mit einer abgelaufenen Karte, bekommt man das Guthaben und das Pfand ausgezahlt oder eine neue Karte.
  • Achtet darauf, dass ihr bei den „richtigen“ Ticket-Gates durchgeht: einige sind nur für Papier-Tickets, andere nur für IC-Karten und einige sind für Beides. Hier hilft nur wachsam sein.
  • Einmal drin innerhalb der Ticket-Gates, kommt man nicht einfach mehr raus z.B. wenn man sich entscheidet, doch nicht zu fahren oder es doch der falsche Eingang war. (Nein, ein Abkürzen innerhalb der Ticket-Gates ist an den Bahnhöfen in Japan nicht eingeplant!) Die Karte zeigt dann einen Fehler und piept aggressiv. Wendet euch in diesem Fall an einen Angestellten der Bahngesellschaft.
  • Das Guthaben der Karte wird bei jedem Scan der Ticket-Gates angezeigt.
  • Die IC-Karten können an den Ticket-Automaten mit dem entsprechendem Logo gekauft werden. Die Automaten können alle auf Englisch umgestellt werden und dies macht den Kauf dieser Prepaid-Karten ziemlich einfach und man muss auch nicht mit einem Bahnangestellten sprechen.
  • Damit man die IC-Karten immer griffbereit hat, gibt es in Japan zahlreiche Accessoires für diese zu kaufen: Anhänger, Sticker, spezielle Smartphone-Hüllen, in die man seine Karte stecken kann . . . . natürlich musste ich mir eine IC-Kartenhülle für meine Tasche von Rilakkuma kaufen. Im Alltag kommt meine Schlüsselkarte von der Arbeit rein. 😉

eatbetter

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