Home GenießenJapanische Küche [Rezept] Taiyaki – gefüllte Waffeln in Fischform in verschiedenen Variationen

[Rezept] Taiyaki – gefüllte Waffeln in Fischform in verschiedenen Variationen

5 Kommentare

Du liebst Waffeln? Dann ist das Rezept für Taiyaki aus Japan für dich!

In Japan gibt’s Taiyaki nahezu an jeder Ecke, ganz klassisch sind sie mit Anko (roter Bohnenpaste) gefüllt und am besten schmecken sie ganz warm. Als wir in Tokyo gewohnt haben, gab es auch einen kleinen Shop in der Nachbarschaft, der neben dem Klassiker mit roter Bohnenpaste auch noch Taiyaki mit Süßkartoffel-Paste verkaufte und oooooh, ihr wollt gar nicht wissen, wie oft wir da ein paar Snacks geholt haben!

  • Taiyaki in Tokyo
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Küsschen! Der hellere Taiyaki-Fisch ist mit Reismehl.
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Mein kleines Taiyaki-Eisen im Einsatz auf dem Gasherd.

Taiyaki selber machen –  aber womit?

Lange war ich nicht sicher, ob ich es brauche … aber dann habe ich mir doch das Taiyaki-Eisen für den Gasherd auf Amazon bestellt. Der Preis ist mit 19 Euro okay und da wir in unserer Mietswohnung einen Gasherd haben, ist es eine günstige Lösung für den Hausgebrauch. Ob man dieses Eisen auch auf einem “normalen” Herd nutzen kann, kann ich selbst nicht beurteilen. Allerdings haben mir auf Twitter schon einige geschrieben, dass sie das Taiyaki-Eisen bereits auch dort nutzen. (Wenn ihr hier selber Erfahrungen gemacht habt – gerne kommentieren!) Ansonsten gibt es noch ein zweites Angebot auf Amazon, dass eigentlich wie ein Sandwich-Toaster funktioniert. Und wer keinen Wert auf die Fischform legt, der kann auch ganz einfach den Teig in einen stinknormalen Sandwich-Toaster geben, funktioniert auch.

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Nachdem das Taiyaki-Eisen bei mir angekommen ist, habe ich mir einige Rezepte im japanischen Rezepte getestet. Dabei haben zwei Rezepte geschmacklich gewonnen, die ich hier mit euch teile: einmal die klassische Variante [Rezept 1] und eine mit Reismehl [Rezept 2].

Die besten Füllungen für eure Taiyaki-Rezepte:

Wie oben schon erwähnt, ist die klassische Füllung in Japan die rote Bohnenpaste (Anko), die man z.B. auch in Dorayaki verwendet. Beliebte Füllungen wären dann noch: Vanille Custard/Pudding, Maronen Paste, Sesam Paste, Süßkartoffel Paste, Nutella oder normale Schokolade. Und dann abseits von den japanischen Geschmacksnerven: Marmelade, Mohnfüllung, Marzipan und mein Favorit: Kinderriegel. <3

Wenn der Teig neutral gehalten wird, kann man die Taiyaki auch mit Käse, Schinken und anderen deftigen Sachen füllen.

Taiyaki Rezept019

[Rezept 1] Taiyaki Waffeln

Ganz klassisch, reicht für ca. 6 Taiyaki

Zutaten:

  • 150g Mehl
  • 8g Backpulver
  • 2 Eier
  • 150g Milch
  • 50g Rohrzucker
  • 25g Honig
  • Füllung nach Wahl
  • Etwas Sonnenblumen-Öl für das Eisen
  • Nicht vergessen das Eisen einzufetten
  • Erst Teig rein, dann auch etwas Füllung dazu und wieder Teig rüber
  • Fertig!

Zubereitung:

  • Eier, Zucker und Honig verrühren.
  • Backpulver und Mehl mischen und Stück für Stück zum Teig sieben und Milch dazugeben.
  • Ausbacken: Dazu das Taiyaki-Eisen mit einem neutralen Öl kurz einfetten und die erste Seite mit Teig füllen. Weil das Eisen schon warm ist, wird der Teig schon direkt zu stocken anfangen. Dann etwas Füllung dazugeben (nicht zu viel, sonst läuft es aus) und darüber wieder ein wenig Teig geben, Eisen zuklappen und beide Seiten ca. jeweils 2 Minuten backen.

[Rezept 2] Mochi-Taiyaki

Durch das Reismehl wird der Teig besonders chewy – aus dem Shiratamako werden z.B. auch Mochi hergestellt, deswegen heißt das Rezept “Mochi-Taiyaki”

Taiyaki Rezept017
Wichtige Zutaten für Mochi Taiyaki: Shiratamako und Natron.

Zutaten:

  • 150g Mehl
  • 150g Shiratamako (Klebreismehl)
  • 4g Backpulver
  • 4g Natron
  • 40g Rohrzucker
  • 40g Honig
  • Eine Prise Salz
  • 1 Ei
  • 100g Milch
  • 100g Wasser
  • Füllung nach Wahl
  • Etwas Sonnenblumen-Öl für das Eisen
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Bei den Taiyaki ganz hinten habe ich noch Kakao in den Teig gegeben. War auch sehr

Zubereitung:

  • Ei, Honig und Zucker zusammen verrühren.
  • Warmes Wasser und Shiratamako dazugeben und 20 Minuten gehen lassen, danach gut umrühren.
  • Mehl, Backpulver und Natron vermengen und in zwei Hälften zum Teig geben und unterrühren, immer mal wieder die Milch dazugeben.
  • Teig eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen und danach noch einmal umrühren.
  • Wie in [Rezept 2] ausbacken.
Taiyaki Rezept021
Taiyaki Rezept020

Ich muss sagen, beide Rezepte haben mir sehr gut geschmeckt, aber die Mochi Taiyaki noch ein kleines bisschen mehr, aber ich bin tatsächlich großer Fan von Reismehl, weil ich die Konsistenz liebe, die am Ende bei rauskommt. Probiert es auf jeden Fall mal aus, wenn ihr das Shiratamako bekommt, es ist leider echt teuer – aber so lecker!


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5 Kommentare

Dommie 19. August 2017 - 5:35

Sehr zu empfehlen sind auch herzhafte Taiyaki.
In meinem Bahnhof gibt’s einen Laden der fast wöchentlich was Neues im Programm hat.
Unter den tollen Kreationen wie kalte Schoko-Mint-Taiyaki für den Sommer und diversen Matcha-Cremes aus allen möglichen Präfekturen, ist mein allzeit Favorit eindeutig Camembert-Taiyaki.

Antworten
Simone 19. August 2017 - 7:32

Liebe Steffi,
die Taiyaki sehen sehr sehr lecker und total niedlich aus. Mit Bohnenpaste stelle ich mir das sehr lecker vor, die Idee mit den Kinderriegeln find ich auch klasse.
Liebste Grüße
Simone

Antworten
Japonski 20. August 2017 - 11:50

Hm Waffeleisen oder Sandwishtoaster?
Hätte noch nen Campingkocher, wirkt aber bei der Vorstellung schon sehr wackelig!

Antworten
BiJey 22. September 2020 - 12:38

Hallo ich habe den “Sandwichtoaster” und ich bin begeistert. Für das Gerät gibt es verschiedene Einsätze. So Sind alle Sondergeräte, die man selten benutzt sehr platzsaperend aufbewahrt. Man auch das Dessert direkt am Tisch frisch zubereiten, das macht echt Spaß! Pikant habe ich noch probiert, aber das hole ich sofort nach 🙂

Antworten
Kumo 23. September 2020 - 10:40

Oh, das Eisen hab ich mir mittlerweile auch geholt! Hab aber bisher nur Waffeln und Sandwich-Einsätze, aber ich werde mir in naher Zukunft definitiv noch die Taiyaki-Platten holen, weil ich wohl nicht ewig mit dem Gasherd kochen werde. 🙂

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